Im Gras liegende Frau

Gärtnern für Pollenallergiker nicht tabu

Sie haben einen Garten und möchten trotz Ihrer Allergie mit Freude darin arbeiten? Wir sagen, was Sie beachten sollten.

Gärtnern für Pollenallergiker nicht tabu

Vorm Gärtnern zum Arzt

Spätestens Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorüber sind, zieht es Hobbygärtner ins Freie – auch Pollenallergiker. Eine perfide Art der Selbstfolter? Nein, alles eine Frage des richtigen Umgangs - mit sich selbst und seinem Garten. Heuschnupfen lässt sich heutzutage gut behandeln. Moderne Medikamente haben den Vorteil, dass sie Symptome wirksam lindern ohne träge zu machen wie ihre Vorgänger. Von Selbstmedikation raten Experten allerdings ab. Regelmäßige Kontrolle beim Arzt kann verhindern, dass sich die Erkrankung unbemerkt verschlimmert und aus einer Pollenallergie chronisches Asthma wird. Auch wer bereits an Asthma leidet, sollte sich zur kritischen Blühzeit untersuchen und seine Medikation überprüfen lassen, um Komplikationen zu verhindern. Wichtig ist, dass man die Medikamente wie vom Arzt verschrieben einnimmt, um das Asthma zu kontrollieren.

Auf Rasen und Kompost besser verzichten

Was ihren Garten betrifft, gilt es für Pollenallergiker zunächst die auslösenden Pflanzen zu identifizieren. Auf sie sollte bei der Gartengestaltung verzichtet werden.

Auch der Rasen ist ein Pollenfänger.

Auch Rasen ist ein Pollenfänger. Alternativen sind Kies und ein bepflanzter Steingarten.

Wer Rasen nicht missen möchte, sollte fürs Mähen nicht zu trockene Tage wählen, da dabei Pollen und Staub aufgewirbelt werden. Allerdings darf das Gras auch nicht zu feucht sein, sonst verklebt der Rasenmäher. Von einem Kompost sollten Allergiker entweder ganz die Finger lassen oder zumindest eine Plastiktonne mit Deckel benutzen. Da beim Verteilen von Komposterde Sporen freigesetzt werden, sollten Sie diesen Job auf jeden Fall jemand anderem überlassen!

Steingartenpflanzen prima für Allergiker

Für Pollenallergiker ist die beste Zeit fürs Arbeiten im Freien morgens vor acht oder an windstillen, feuchten Tagen. Dann sind die meisten Blüten geschlossen und es wehen nur wenig Pollen umher. Ideal sind die Bedingungen nach einem kräftigem Regen. Einen gewissen Schutz vor fremdem Blütenstaub bieten Hecken. Doch beim Zurückschneiden werden Allergene frei. Diese Gefahr besteht bei einem Holz- oder Flechtzaun nicht. Begrünt kann er zu einer echten Augenweide werden. Überdies sind Steinmauern ein ideales Gestaltungselement. Und Steingartenpflanzen sind für Allergiker meist unbedenklich.

Kleider und Haare nach der Gartenarbeit waschen

Damit nicht unnötig Blütenstaub an der Kleidung hängen bleibt, sind schmutzabweisende Stoffe beim Gärtnern ideal. Völlig ungeeignet sind flauschige Woll- und Stricksachen. Die Haare lassen sich mit einem Hut oder Kopftuch vor Pollen schützen. Wer sich besonders gut wappnen will, kann bei der Gartenarbeit eine Brille aufsetzen und ein feuchtes Tuch als Mund- und Nasenschutz benutzen. Nach getaner Arbeit Kleidung und Haare am besten gleich waschen, damit man mögliche Pollen nicht im Haus verteilt.


Bild-Quelle: gettyimages.com, © Stockbyte

Autor: bsmo-Redaktion

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