Im Gras liegende Frau

Schwimmen – der ideale Sport bei Heuschnupfen

Für Allergiker ist die Suche nach einer geeigneten Sportart oftmals schwierig: Schwimmen verbindet moderate körperliche Belastung mit niedriger Pollenexposition.

Schwimmen – der ideale Sport bei Heuschnupfen

Wer an Heuschnupfen leidet, für den kann besonders zur warmen Jahreszeit, wenn die Pollen wieder fliegen, ein Aufenthalt im Freien zur Belastung werden. Sportlich aktive Menschen, die sich gerne in der Natur bewegen möchten, fühlen sich dadurch oftmals eingeschränkt.
Experten der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) empfehlen bei starkem Pollenflug nur mäßige körperliche Belastung zu betreiben und bei der Auswahl der Sportaktivitäten die Pollenallergie zu berücksichtigen. So ist es manchmal angezeigt, in einer Halle zu trainieren, statt beispielsweise lange Radtouren durch blühende Getreidefelder zu unternehmen. Trotzdem sollte man sich die Freude an sportlicher Betätigung nicht nehmen lassen und gerade auch Kinder nicht davon abhalten: Es gibt Alternativen zum Toben in einer Blumenwiese, zum Beispiel der Gang ins Schwimmbad.

Niedrige Pollenbelastung hilft Allergikern

Regelmäßiges Schwimmen hat sich gerade bei Heuschnupfen als besonders vorteilhaft erwiesen. Zum einen ist die Pollenbelastung in einer Halle oder selbst im Freien an Pool oder Meer stark herabgesetzt, zum anderen bieten sich hier besondere Vorteile für alle Pollenallergiker, die gleichzeitig an allergischem Asthma leiden: Durch die hohe Luftfeuchtigkeit direkt über der Wasseroberfläche können sich die Schleimansammlungen in den Bronchien gut lösen und die Atmung wird spürbar erleichtert. Ein weiterer Grund für den positiven Effekt des Schwimmsportes: Durch die Bewegung im Wasser wird die Atemmuskulatur unterstützt und die allgemeine Ausdauer trainiert – ein wichtiger Zugewinn bei jeder allergischen Atemwegserkrankung.

Wer als Allergiker regelmäßig Schwimmen geht, hilft einem Anstrengungsasthma vorzubeugen und kann letztlich genauso leistungsfähig sein wie ein Gesunder. Durch das regelmäßige Ausdauertraining wird die Atemtiefe erhöht und die Atemfrequenz verringert. Körperliche Belastungen können somit letztlich mit einem viel geringeren Aufwand an Atemarbeit erbracht werden.

Auch Chlor kein Problem für Pollenallergiker

Pollenallergiker, die vorwiegend in öffentlichen Bädern schwimmen gehen, stellen sich womöglich die Frage nach dem schädlichen Einfluss von Chlor. Vor einiger Zeit gab es Meldungen, dass stark chloriertes Wasser bei häufigen Schwimmbadbesuchen besonders bei kleineren Kindern das Asthmarisiko erhöhen kann, was auch bei Betroffenen mit allergischer Rhinitis für Beunruhigung sorgte. Experten schätzen diese Gefahr jedoch als unbegründet ein: Das Einatmen von Chlorgas kann zwar prinzipiell einen Asthmaanfall auslösen, doch gibt es nur ganz wenige Betroffene, die tatsächlich auf Chlor reagierten. Für Pollenallergiker ist dieses Risiko sogar noch geringer. Der Gang ins Frei- oder Hallenbad ist daher für jeden Heuschnupfengeplagten uneingeschränkt zu empfehlen. Üblicherweise sind die Augen besonders empfindlich, daher ist allerdings in jedem Fall die Verwendung einer Schutzbrille angezeigt.

Quelle:Nach Informationen der Ärzte Zeitung, 2007; DGAI ; Allergy UK, Stand Mai 2008.

Bild-Quelle: shutterstock.com, © T-Design

Autor: bsmo-Redaktion

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